In diesem Artikel
Die Spalte Datum
Das in der Spalte Datum eingegebene Datum ist massgebend für die Berechnung der Finanzplanung.
- Kein Datum
Wird kein Datum angegeben, wird die Budgetbuchung zu Beginn des Zeitraums der Finanzplanung berücksichtigt.
Bei Auswertungen für einen bestimmten Zeitraum werden diese Beträge zu Beginn des Zeitraums im Anfangssaldo berücksichtigt.
Die Spalte Total bleibt bei diesen Buchungen leer, da sie ausserhalb des Buchhaltungszeitraums liegen. - Datum innerhalb des Buchhaltungszeitraums
Dies sind die am häufigsten verwendeten Daten. Der Buchhaltungszeitraum (Geschäftsjahr) wird in den Dateieigenschaften festgelegt.
In der Spalte Total wird der Gesamtbetrag angezeigt. Dabei werden auch wiederkehrende Budgetbuchungen berücksichtigt, die innerhalb des Buchhaltungszeitraums liegen. - Datum vor dem Zeitraum der Finanzplanung
Sie können Budgetbuchungen mit einem Datum erfassen, das vor dem Zeitraum der Finanzplanung liegt. Achten Sie jedoch darauf, dass diese nicht mit den in der Tabelle Konten erfassten Eröffnungssaldi in Konflikt stehen.
Da diese Buchungen ausserhalb des Buchhaltungszeitraums liegen, wird in der Spalte Total kein Betrag angezeigt. - Datum nach dem Buchhaltungszeitraum
Bei einer mehrjährigen Finanzplanung können Sie auch Budgetbuchungen mit einem zukünftigen Datum erfassen, das nach dem Buchhaltungszeitraum liegt.
Da diese Buchungen ausserhalb des Buchhaltungszeitraums liegen, wird in der Spalte Total kein Betrag angezeigt.
Das Enddatum
Das Enddatum wird zusammen mit dem Wiederholungscode verwendet und gibt das letzte Datum an, bis zu dem eine Buchung wiederholt wird.
- Normalerweise bleibt diese Spalte leer
Wenn Sie ein nicht erforderliches Enddatum eingeben, beispielsweise das Ende des Buchhaltungszeitraums, wird diese Buchung bei der Finanzplanung für die folgenden Jahre nicht mehr berücksichtigt. - Für Leasinggeschäfte
Geben Sie als Enddatum das Datum an, an dem die letzte Leasingrate gezahlt wird. - Für die Rückzahlung von Krediten
Geben Sie als Enddatum das Datum an, an dem die letzte Zahlung fällig wird. - Für Betragsänderungen zu bestimmten Zeitpunkten
Zum Beispiel, wenn der Betrag einer wiederkehrenden/wiederholenden Buchung zu bestimmten Zeitpunkten angepasst wird (z.B. bei einer Lohnerhöhung):- Erfassen Sie eine Buchungszeile mit dem Wiederholungscode M und geben Sie als Enddatum das Datum der letzten Zahlung vor der Erhöhung an.
Erfassen Sie anschliessend eine neue Buchungszeile mit dem Anfangsdatum, ab dem die Erhöhung gilt. - Erfolgt die Erhöhung nach einem genau festgelegten und regelmässigen Schema, kann sie auch mithilfe von Formeln automatisiert werden.
- Erfassen Sie eine Buchungszeile mit dem Wiederholungscode M und geben Sie als Enddatum das Datum der letzten Zahlung vor der Erhöhung an.
Die Wiederholung
Für wiederkehrende Ausgaben oder Einnahmen geben Sie einen Wiederholungscode ein (siehe Dokumentation der Spalten).
- Bei der Berechnung der Finanzplanung erstellt das Programm automatisch Kopien der Budgetbuchung.
Dabei wird das Datum entsprechend dem angegebenen Wiederholungscode fortlaufend angepasst. - Wenn kein Enddatum angegeben ist, erstellt das Programm die wiederkehrenden Buchungen für den gesamten Zeitraum der Finanzplanung, der für den Bericht festgelegt wurde.
- Beispiel: Das Anfangsdatum liegt im Januar und die Wiederholung ist monatlich:
- Beträgt der Zeitraum der Finanzplanung ein Jahr, werden ab Februar 11 weitere Buchungen automatisch erzeugt. Zusammen mit der ursprünglich erfassten Buchung im Januar ergeben sich insgesamt 12 Buchungen.
- Beträgt der Zeitraum der Finanzplanung zehn Jahre, werden ab Februar 119 weitere Buchungen automatisch erzeugt (11 im ersten Jahr und jeweils 12 in den folgenden 9 Jahren). Zusammen mit der ursprünglich erfassten Buchung ergeben sich insgesamt 120 Buchungen.
- Beispiel: Das Anfangsdatum liegt im Januar und die Wiederholung ist monatlich:
- Damit das Programm die Finanzplanung für die folgenden Jahre automatisch berechnen kann:
- Geben Sie bei wiederkehrenden Buchungen den entsprechenden Wiederholungscode ein.
- Bei Buchungen, die einmal jährlich erfolgen (z.B. die Abschreibung am Jahresende), geben Sie den Wiederholungscode Y ein. Dadurch wird die Abschreibung auch für die folgenden Jahre berücksichtigt.
- Geben Sie keinen Wiederholungscode ein, wenn die Buchung im folgenden Jahr nicht mehr erfolgt.
Die Spalte Total der Tabelle Budget
Die Spalte Total wird automatisch berechnet und zeigt die Summe des Betrags der ursprünglichen Budgetbuchung und aller Wiederholungen, die innerhalb des Buchhaltungszeitraums liegen.
Die Spalte Total bleibt leer, wenn das Datum der Budgetbuchung vor oder nach dem Buchhaltungszeitraum liegt.
Finanzplanung mit genauem Datum und monatlicher Logik
In der Tabelle Budget erfassen Sie die Budgetbuchungen und geben das Datum an, an dem diese voraussichtlich erfolgen.
Es ist jedoch nicht immer möglich, die genauen Daten der Einnahmen und Ausgaben im Voraus festzulegen. In solchen Fällen ist es sinnvoll, mit Näherungswerten zu arbeiten, in der Regel auf monatlicher Basis.
Dabei empfiehlt es sich, einer einheitlichen Logik zu folgen, um auch kurzfristig eine zuverlässige Liquiditätsplanung zu erhalten:
- Ausserordentliche Buchungen (Kapitaleinzahlungen, Investitionen) werden mit dem Datum erfasst, an dem sie voraussichtlich erfolgen.
Wenn kein genaues Datum bekannt ist, empfiehlt es sich, den 15. des Monats, also die Monatsmitte, anzugeben. - Wiederkehrende Ausgaben mit einem bestimmten Zahlungsdatum werden mit dem voraussichtlichen Zahlungsdatum und dem entsprechenden Wiederholungscode erfasst:
- Bankgebühren, Zinsen und Abschreibungen: Geben Sie jeweils das Monats-, Quartals- oder Jahresende an, an dem sie anfallen.
- Mietzahlungen: Geben Sie das Fälligkeitsdatum oder das Datum an, an dem die Zahlung voraussichtlich erfolgt.
- Löhne und Sozialversicherungsbeiträge:
- Für die monatliche Berechnung und Zahlung geben Sie den Tag an, an dem die Löhne voraussichtlich ausbezahlt werden.
- Für 13. Monatslöhne, Bonuszahlungen oder andere Zahlungen geben Sie den Tag an, an dem diese voraussichtlich ausbezahlt werden.
- Für Vorauszahlungen und Anpassungen der Sozialversicherungsbeiträge geben Sie das voraussichtliche Zahlungsdatum an.
- MWST-Zahlungen und -Anpassungen: Geben Sie das Datum an, an dem die Zahlung fällig ist.
- Planung der Erträge
Die Planung der Erträge hängt von der Art der Tätigkeit ab.
Ist das genaue Datum einer Einnahme nicht bekannt, lässt sie sich aber einem bestimmten Monat zuordnen, empfiehlt es sich, den 15. des Monats, also die Monatsmitte, anzugeben.- Ausserordentliche Einnahmen
Geben Sie das Datum an, an dem die Einnahme voraussichtlich erfolgt. Ist das genaue Datum nicht bekannt, können Sie die Monatsmitte verwenden. - Wiederkehrende Einnahmen
Geben Sie das voraussichtliche Datum der Einnahme oder die Monatsmitte an. - Monatliche Planung
In vielen Fällen ist eine monatliche Planung sinnvoll. Dabei können Sie die Einnahmen jeweils am 15. des Monats erfassen.- Bei wiederkehrenden Einnahmen können Sie den Ertrag mit einem monatlichen Wiederholungscode erfassen.
Mithilfe von Formeln lässt sich auch eine erwartete Entwicklung des Ertrags berücksichtigen. - Sind saisonale Schwankungen bekannt, ist es sinnvoll, für jeden Monat eine separate Budgetbuchung für den erwarteten Umsatz zu erfassen.
- Bei wiederkehrenden Einnahmen können Sie den Ertrag mit einem monatlichen Wiederholungscode erfassen.
- Planung für Projekte oder grössere Aufträge
Wenn die voraussichtlichen Einnahmen bereits zeitlich geplant sind, erfassen Sie für jede erwartete Einnahme eine separate Budgetbuchung. Ist das genaue Datum nicht bekannt, können Sie den 15. des jeweiligen Monats verwenden. - Planung nach Kunden
Für Berater oder Buchhalter, die sowohl mit Vorschüssen als auch mit Projekten arbeiten, kann es sehr nützlich sein, für jeden Kunden eine detaillierte Umsatzplanung mit den voraussichtlichen Zahlungsterminen zu erstellen. Diese Planung erleichtert auch die Kontrolle, ob die erwarteten Zahlungen tatsächlich eingegangen sind.
- Ausserordentliche Einnahmen
- Variable Kosten
- Bei Kosten, die im Verhältnis zum Umsatz anfallen, beispielsweise in einem Restaurant, können Sie den Aufwand mit demselben Datum wie den entsprechenden Umsatz erfassen. Mithilfe einer Formel kann der Betrag als Prozentsatz des Umsatzes berechnet werden.
- Die Kosten können auch von anderen Faktoren abhängen, beispielsweise von der Anzahl Mitarbeitenden, den gemieteten Räumlichkeiten oder anderen Bezugsgrössen.
Finanzplanung nach dem Kassenprinzip
Für Kleinbetriebe und Tätigkeiten mit direkten Einnahmen (z.B. Geschäfte oder Restaurants) ist eine Finanzplanung nach dem Kassenprinzip sinnvoll. Dabei geben Sie für Erträge das Datum an, an dem die Einnahmen voraussichtlich eingehen, und für Aufwände das Datum, an dem die Zahlungen voraussichtlich erfolgen.
Bei grösseren Geschäftsvorfällen, beispielsweise beim Kauf einer Maschine, deren Zahlung über einen längeren Zeitraum erfolgt, sollten die Budgetbuchungen mit genauen Angaben erfasst werden:
- Kauf der Maschine: Erfassen Sie die Buchung auf dem entsprechenden Aktivkonto und dem Passivkonto des Lieferanten und geben Sie das Kaufdatum an.
- Zahlung der Maschine: Geben Sie das Datum an, an dem die Zahlung voraussichtlich erfolgt. Bei Ratenzahlungen erfassen Sie die jeweiligen Zahlungstermine.
Prognosen nach dem Kompetenzprinzip
In diesem Fall wird das Datum, an dem die Zahlung erfolgen wird, bei der Erfassung der Transaktionen berücksichtigt.
- Bargeldtransaktionen
Diese werden normal verbucht. - Geschäfte mit Zahlung, die kurzfristig zu erwarten ist
Der Einfachheit halber kann es sinnvoll sein, für Transaktionen, die voraussichtlich innerhalb eines Monats bezahlt werden, das Kassenprinzip anzuwenden. - Zahlungsaufschub
Wenn kein Datum bekannt ist, kann man den 15. des Monats benutzen- Geschäfte mit genauen Zahlungsbedingungen:
- Bei einer Bewegung wird das Kaufdatum angegeben (beim Gegenposten das Lieferantenkonto).
- Bei den anderen Transaktionen wird die Zahlung zu den vorgesehenen Terminen angegeben.
- Geschäfte mit genauen Zahlungsbedingungen:
- Aufgeschobene Einnahmen
- Mit genauen Zahlungsfristen, wie es bei einem Projekt der Fall ist:
- Mit einer Bewegung wird das Rechnungsdatum angegeben und im Gegenpostenmit das Konto des Kunden.
- Bei den anderen Transaktionen wird die Zahlung zu den vorgesehenen Terminen angegeben.
- Verspätete Einnahmen
Dies ist der Fall, wenn ein Teil der Einnahmen in Kürze eingezogen wird, während ein Prozentsatz später eingezogen wird. So vorgehen:- Erfassen Sie den Ertrag als Bareingang.
- Zum gleichen Datum legen Sie eine Bewegung an, die einen Teil der Einnahme auf das Konto des Kunden verschiebt.
- Zu einem späteren Zeitpunkt geben Sie an, wann die Einnahme erfolgt mit Gegenposten das Konto des Kunden
- Mit genauen Zahlungsfristen, wie es bei einem Projekt der Fall ist:
- Verwendung von Variablen für aufgeschobene Einnahmen und Auszahlungen ( siehe Beispiel für die Verwendung von Variablen)
Wenn derselbe Wert zum Zeitpunkt der Zahlung wiederverwendet werden muss, ist es sehr nützlich, die Spalten Formel und Variablen zu verwenden:- Bei der Bewegung der Fakturierung wird der Betrag einer Variablen zugewiesen.
- Beim Zahlungsvorgang wird die Variable so eingegeben, dass der Betrag automatisch übernommen wird.
- Es können auch Variablen verwendet werden, um z.B. den Prozentsatz des zu stundenden Betrags festzulegen