Eine Stockwerkeigentümergemeinschaft ist ein Gebäude mit mehreren Eigentümern, die sich die Ausgaben und die Gemeinschaftsbereiche teilen. Banana Buchhaltung Plus bietet eine hilfreiche Vorlage für eine professionelle Verwaltung, die bereits einen für die Immobilienverwaltung typischen Kontenplan enthält.
- Vorlage für Stockwerkeigentum | Doppelte Buchhaltung: fortgeschrittene Methode, wenn Sie mit der klassischen Buchhaltung vertraut sind.
Kontenplan für Stockwerkeigentum
Die Buchhaltung eines Stockwerkeigentums kann wie eine normale Buchhaltung betrachtet werden, mit einem wichtigen Unterschied: Die Ausgaben des Gebäudes werden von den Eigentümern vorausbezahlt und müssen genau den tatsächlichen Betriebskosten entsprechen.
Anders gesagt: Das Stockwerkeigentum soll weder Gewinn noch Verlust machen, und die Eigentümer zahlen nur das, was notwendig ist, um den Betrieb des Gebäudes sicherzustellen.
Diese Buchhaltungsvorlagen für Stockwerkeigentum dienen genau dazu:
- die tatsächlichen Kosten im Blick zu behalten
- zu überprüfen, ob jeder Eigentümer seinen korrekten Anteil bezahlt hat
Im Stockwerkeigentum stellen die Ausgaben die Betriebskosten des Gebäudes dar. Die Eigentümer leisten dafür Vorauszahlungen.
Am Jahresende müssen die einbezahlten Beträge den getätigten Ausgaben entsprechen. Die Buchhaltung hilft dabei, diesen Vergleich klar und nachvollziehbar zu machen.
Der Kontenplan des Stockwerkeigentums ist so aufgebaut, dass er die Frage beantwortet, ob die Eigentümer genau den Betrag eingezahlt haben, der für den Betrieb des Gebäudes ausgegeben wurde.
Dazu ist die Buchhaltung in mehrere Hauptbereiche unterteilt.
Konten der Eigentümer
Für jeden Eigentümer wird ein persönliches Konto erstellt, um folgendes zu erfassen:
- wie viel ihm als Vorauszahlung in Rechnung gestellt wurde
- wie viel er tatsächlich einbezahlt hat
- ob er noch bezahlen muss oder zu viel bezahlt hat
Diese Konten ermöglichen es, jederzeit die Situation jedes Eigentümers zu sehen.
Konto Einnahmen für Betriebskosten
Das Konto Einnahmen für Betriebskosten stellt die Gesamtheit der Beträge dar, die den Eigentümern zur Deckung der Betriebskosten des Gebäudes in Rechnung gestellt wurden.
Auf dieses Konto fliessen:
- die von den Eigentümern verlangten Akontozahlungen
- allfällige weitere Einnahmen im Zusammenhang mit dem Betrieb des Gebäudes
Der Gesamtsaldo dieses Kontos muss den getätigten Ausgaben entsprechen.
Weitere Einnahmen des Stockwerkeigentums
Das Stockwerkeigentum kann auch andere Einnahmen haben, zum Beispiel:
- Nutzung der gemeinschaftlichen Waschküche
- Vermietung von Parkplätzen oder Räumen an Dritte
Auch diese Einnahmen tragen zur Deckung der Betriebskosten des Gebäudes bei.
Die Summe der Einnahmen für Betriebskosten und der weiteren Einnahmen muss der Summe der im Jahr angefallenen Immobilienkosten entsprechen.
Konten der Immobilienkosten
Die Kostenkonten erfassen alle Ausgaben, die für den Betrieb des Gebäudes notwendig sind, wie zum Beispiel:
- Unterhalt
- Reinigung
- Energie
- Eingriffe an den Anlagen
- andere gemeinsame Kosten
Die Gesamtausgaben stellen die tatsächlichen Betriebskosten des Gebäudes dar.
Wie die Akontozahlungen der Eigentümer verbucht werden
Wenn einem Eigentümer eine Akontozahlung in Rechnung gestellt wird:
- wird der Betrag auf dem Konto des Eigentümers erfasst
- die Gegenbuchung erfolgt im Konto Einnahmen für Betriebskosten
Diese Buchung wird auch dann vorgenommen, wenn der Eigentümer noch nicht bezahlt hat.
Wenn der Eigentümer die Akontozahlung leistet:
- wird der Betrag als Zahlung auf dem Konto des Eigentümers verbucht
- die Gegenbuchung erfolgt im Bank- oder Kassenkonto
Auf diese Weise ist jederzeit klar ersichtlich:
- wie viel verlangt wurde
- wie viel tatsächlich bezahlt wurde
Kontrolle der geleisteten Akontozahlungen
Das Konto des Eigentümers zeigt jederzeit seine Situation:
- Sollsaldo
bedeutet, dass der Eigentümer noch nicht alle geforderten Akontozahlungen geleistet hat - Habensaldo
bedeutet, dass der Eigentümer mehr als nötig einbezahlt hat
Diese Kontrolle ist sofort verfügbar und erfordert keine externen Berechnungen.
Jahresabrechnung
Am Jahresende werden folgende Punkte verglichen:
- die insgesamt verlangten Beträge
- die tatsächlich angefallenen Ausgaben
Um die verlangten Akontozahlungen mit den Ausgaben auszugleichen:
- wird jenen, denen zu wenig verlangt wurde, der fehlende Betrag nachbelastet
- wird jenen, denen zu viel verlangt wurde, die Differenz zurückerstattet
In beiden Fällen erfolgt die Gegenbuchung im Konto Einnahmen für Betriebskosten.
Dieser Kontenplan ermöglicht es:
- sofort die Betriebskosten des Gebäudes zu verstehen
- die Richtigkeit der einbezahlten Beträge zu überprüfen
- eine transparente und verständliche Verwaltung zu gewährleisten
So widerspiegelt die Buchhaltung des Stockwerkeigentums genau die Realität – die Eigentümer tragen die Kosten des Gebäudes, nicht mehr und nicht weniger.
Banana Buchhaltung Plus verteilt die Ausgaben nicht automatisch auf die einzelnen Eigentümer, da jede Liegenschaft eine eigene, teils komplexe Aufteilung haben kann. Sie können jedoch die in Banana erfassten Daten exportieren und gezielt in Excel weiterverarbeiten. Sehen Sie sich dazu die Seite über die Excel-Vorlagen zur Aufteilung der Betriebskosten im Stockwerkeigentum an, um die Abrechnung an die Eigentümer zu erstellen oder die Spesen für eine eventuelle Steuererklärung aufzuteilen.