Buchungen der Finanzplanung
Für eine detaillierte Finanzplanung erfassen Sie in der Tabelle Budget die Buchungen, die voraussichtlich in Zukunft erfolgen werden.
Jede Buchung wird nach den Regeln der doppelten Buchhaltung erfasst. Dabei geben Sie wie bei einer gewöhnlichen Buchung das Soll- und das Habenkonto an.
Der Unterschied besteht darin, dass Sie in der Tabelle Buchungen bereits erfolgte Geschäftsvorgänge erfassen, während Sie in der Tabelle Budget die voraussichtlich in Zukunft erfolgenden Geschäftsvorgänge eingeben.
Dadurch verfügt Banana Buchhaltung über die notwendigen Informationen, um die Auswirkungen der geplanten Buchungen auf Erfolg, Vermögen und Liquidität automatisch zu berechnen.
So erhalten Sie:
- eine Plan-Erfolgsrechnung
- eine Planbilanz
- die Entwicklung der Liquidität
- die zukünftige Situation der Forderungen und Verbindlichkeiten
- einen Vergleich zwischen Budget- und Istwerten
Dies entspricht dem Prinzip der Buchhaltung der Zukunft: Sie erfassen die voraussichtlich anfallenden Buchungen und Banana Buchhaltung berechnet deren Auswirkungen automatisch.
Von der Erfolgsplanung zur Planung zukünftiger Buchungen
Bei herkömmlichen Tabellenkalkulationen beginnt die Finanzplanung häufig mit der Erfolgsrechnung, in der die erwarteten Erträge und Aufwände erfasst werden. Die Liquiditätsplanung, die Investitionen und weitere finanzielle Aspekte werden anschliessend separat ausgearbeitet.
Bei einer Finanzplanung auf der Grundlage der doppelten Buchhaltung ist das Vorgehen anders.
Sie müssen die Erfolgsrechnung, die Bilanz und die Liquiditätsplanung nicht separat erstellen. Stattdessen erfassen Sie die zukünftigen Buchungen, die den voraussichtlichen Geschäftsverlauf abbilden.
Beispiele:
- Einlage von Eigenkapital
- Aufnahme eines Darlehens
- Kauf einer Anlage
- Zahlung der Miete
- Zahlung der Löhne
- Verkauf an einen Kunden
- Zahlungseingang einer Kundenrechnung
- Zahlung an einen Lieferanten
- Rückzahlung eines Darlehens
- Buchung der Abschreibungen
Banana Buchhaltung verwendet diese Buchungen, um deren Auswirkungen auf die Konten automatisch zu berechnen und die entsprechenden Auswertungen zu erstellen.
Planbuchungen strukturieren
Bei der Erstellung eines Finanzplans ist es sinnvoll, die Planbuchungen in einer logischen Reihenfolge zu erfassen.
Eine mögliche Reihenfolge ist:
1. Eigenkapital
Erfassen Sie die vorgesehenen Eigenkapitaleinlagen der Eigentümer oder Gesellschafter.
Diese Buchungen bestimmen die verfügbaren Eigenmittel zur Finanzierung der Geschäftstätigkeit.
2. Fremdkapital
Erfassen Sie Finanzierungen, Darlehen und andere Kapitalzuflüsse von Dritten.
Dadurch können Sie sowohl die verfügbare Liquidität als auch die damit verbundenen Finanzverbindlichkeiten berücksichtigen.
3. Gründungskosten
Erfassen Sie die für die Aufnahme der Geschäftstätigkeit vorgesehenen Ausgaben, beispielsweise Gründungskosten, Beratungskosten, Bewilligungsgebühren und weitere anfängliche Ausgaben.
4. Investitionen
Erfassen Sie die vorgesehenen Investitionen, beispielsweise:
- Mobiliar
- Maschinen
- Geräte
- Fahrzeuge
- weitere Anlagegüter
Durch die Planung der Investitionen können Sie sowohl deren Auswirkungen auf das Vermögen als auch auf die Liquidität berücksichtigen.
5. Wiederkehrende Fixkosten
Erfassen Sie die regelmässig wiederkehrenden Kosten, beispielsweise:
- Miete
- Personalkosten
- Sozialabgaben
- Energie
- Versicherungen
- Abonnemente
- weitere Fixkosten
Für diese Buchungen können Sie die Wiederholungsfunktionen der Tabelle Budget verwenden.
6. Wiederkehrende Erträge
Erfassen Sie die Erträge, die mit einer gewissen Regelmässigkeit erwartet werden können, beispielsweise aus Verträgen, Abonnementen oder anderen wiederkehrenden Einnahmequellen.
7. Variable Erträge
Erfassen Sie anschliessend die Erträge, die von der Entwicklung der Geschäftstätigkeit abhängen.
Der Umsatz kann beispielsweise in Abhängigkeit von folgenden Faktoren variieren:
- Monat
- saisonale Schwankungen
- Anzahl der Kunden
- verkaufte Mengen
- festgelegte Preise
8. Variable Kosten
Erfassen Sie die vom Geschäftsvolumen abhängigen Kosten, beispielsweise:
- Wareneinkäufe
- Rohstoffe
- Provisionen
- Vertriebskosten
- weitere umsatzabhängige Kosten
Diese Werte können mithilfe von Formeln mit den Erträgen verknüpft werden.
9. Periodische Buchungen und Jahresabschlussbuchungen
Vervollständigen Sie die Finanzplanung mit Buchungen, die periodisch oder am Ende des Geschäftsjahres erfolgen, beispielsweise:
- Abschreibungen
- Darlehenszinsen
- Steuern
- Darlehensrückzahlungen
- Gewinn- oder Dividendenausschüttungen
Nachdem Sie die vorgesehenen Kapitalzuflüsse, Investitionen, Kosten und Erträge erfasst haben, können Sie überprüfen, ob der angenommene Umsatz ausreicht, um die Kosten zu decken, ein positives Ergebnis zu erzielen und eine ausreichende Liquidität sicherzustellen.
Detaillierungsgrad festlegen
Nicht alle Planbuchungen müssen mit demselben Detaillierungsgrad erfasst werden.
Für gewisse Positionen kann ein Gesamtbetrag ausreichen. Bei anderen Positionen, insbesondere wenn sie sich wesentlich auf die Liquidität auswirken, kann es sinnvoll sein, die einzelnen Buchungen separat zu erfassen.
Die Personalkosten können beispielsweise als Gesamtbetrag geplant oder wie folgt aufgeteilt werden:
- Löhne
- Sozialabgaben
- 13. Monatslöhne
- weitere Personalkosten
Der Detaillierungsgrad sollte entsprechend den Informationen gewählt werden, die Sie aus der Finanzplanung gewinnen möchten.
Je genauer die Buchungen und die dazugehörigen Datumsangaben sind, desto zuverlässiger ist in der Regel die Liquiditätsplanung.
Beträge, Mengen, Preise und Formeln
Für die meisten Planbuchungen genügt es, den Wert direkt in der Spalte Betrag einzugeben.
Für komplexere Finanzplanungen können Sie zusätzlich Folgendes verwenden:
Banana Buchhaltung berechnet den entsprechenden Betrag automatisch.
Mengen und Preise können Sie beispielsweise verwenden, um die geplanten Verkäufe zu ermitteln. Mit einer Formel lassen sich variable Kosten, Zinsen oder andere Werte der Finanzplanung berechnen.

Informationen zum Aufbau und zur Funktionsweise der einzelnen Spalten finden Sie auf der Seite Tabelle Budget.
Planbuchungen aktualisieren
Die Finanzplanung muss nach ihrer erstmaligen Erstellung nicht unverändert bleiben.
Zu Beginn beruhen einige Werte zwangsläufig auf Schätzungen. Im Laufe der Zeit werden genauere Informationen zu Verkäufen, Kosten, Investitionen, Finanzierungen, Zahlungseingängen und Zahlungen verfügbar.
Sie können die Buchungen in der Tabelle Budget daher laufend aktualisieren, indem Sie:
- Beträge ändern
- Datumsangaben korrigieren
- Mengen und Preise aktualisieren
- Wiederholungen anpassen
- Schätzwerte durch genauere Angaben ersetzen
- neue Buchungen hinzufügen
- nicht mehr vorgesehene Buchungen löschen
Banana Buchhaltung berechnet die Planwerte anhand der aktualisierten Daten neu.
So wird die Finanzplanung zu einem fortlaufenden Prozess: Während sich die Geschäftstätigkeit entwickelt, können Sie die Planung verfeinern und erhalten stets aktuelle Informationen zur Rentabilität, zur Bilanzsituation und zur zukünftigen Liquidität.
Datumsangaben und Wiederholungen in den Buchungen der Finanzplanung
Spalte Datum
Der Wert in der Spalte Datum ist für die Finanzplanung massgebend.
- Kein Datum – Wenn kein Datum angegeben ist, wird die Budgetbuchung zu Beginn des Planungszeitraums berücksichtigt.
Wenn Sie eine Auswertung für einen bestimmten Zeitraum erstellen, wird der Betrag im Anfangssaldo des gewählten Zeitraums berücksichtigt.
Da die Budgetbuchung nicht in den Buchhaltungszeitraum fällt, wird in der Spalte Total kein Betrag ausgewiesen. - Datum innerhalb des Buchhaltungszeitraums – Der Buchhaltungszeitraum (Geschäftsjahr) wird in den Dateieigenschaften festgelegt.
Üblicherweise werden Datumsangaben innerhalb dieses Zeitraums verwendet.
In der Spalte Total wird der Gesamtbetrag für den Buchhaltungszeitraum unter Berücksichtigung der sich wiederholenden Budgetbuchungen ausgewiesen. - Datum vor dem Buchhaltungszeitraum – Sie können Budgetbuchungen mit einem Datum vor dem Buchhaltungszeitraum erfassen. Achten Sie jedoch darauf, dass diese nicht mit den in der Tabelle Konten erfassten Eröffnungssalden in Konflikt stehen.
Da diese Budgetbuchungen ausserhalb des Buchhaltungszeitraums liegen, wird in der Spalte Total kein Betrag ausgewiesen. - Datum nach dem Buchhaltungszeitraum – Bei einer mehrjährigen Finanzplanung können Sie auch Budgetbuchungen mit einem zukünftigen Datum erfassen, das nach dem Buchhaltungszeitraum liegt.
Da diese Budgetbuchungen ausserhalb des Buchhaltungszeitraums liegen, wird in der Spalte Total kein Betrag ausgewiesen.
Spalte Enddatum
Das Enddatum wird zusammen mit dem Wiederholungscode verwendet. Es legt fest, bis zu welchem Datum die Budgetbuchung wiederholt werden soll.
- In der Regel leer lassen – Wenn Sie ein Enddatum eingeben, obwohl dies nicht erforderlich ist – z.B. das Ende des Buchhaltungszeitraums –, wird diese Budgetbuchung in der Finanzplanung für die Folgejahre nicht mehr wiederholt.
- Bei Leasinggeschäften – Geben Sie als Enddatum das Datum an, an dem die letzte Leasingrate bezahlt wird.
- Bei Darlehensrückzahlung – Geben Sie das Datum der letzten vorgesehenen Rückzahlung an.
- Bei Betragsänderungen zu festgelegten Zeitpunkten –
Wenn der Betrag einer wiederkehrenden/wiederholenden Budgetbuchung zu einem bestimmten Zeitpunkt angepasst wird, z.B. bei einer Lohnerhöhung:- Erfassen Sie eine Budgetbuchung mit dem Wiederholungscode M und geben Sie als Enddatum das Datum der letzten Zahlung vor der Erhöhung an.
- Erfassen Sie ab dem Zeitpunkt der Erhöhung neue Budgetbuchungen mit dem angepassten Betrag.
- Erfolgt die Erhöhung nach einem festgelegten und regelmässigen Schema, kann sie auch mithilfe von Formeln berechnet werden.
Spalte Wiederholung
Für wiederkehrende Ausgaben oder Einnahmen geben Sie einen Wiederholungscode ein (siehe Dokumentation zu den Spalten).
- Bei der Berechnung der Finanzplanung erstellt das Programm Kopien der Budgetbuchung. Dabei wird das Datum entsprechend der angegebenen Häufigkeit fortlaufend angepasst.
- Wenn kein Enddatum angegeben ist, erzeugt das Programm bei der Berechnung interne Kopien der Budgetbuchung für den gesamten beim Erstellen des Berichts festgelegten Auswertungszeitraum.
- Beginnt die Budgetbuchung im Januar und wird sie monatlich wiederholt:
- Bei einem Auswertungszeitraum von einem Jahr werden ab Februar weitere Buchungen erzeugt. Die erste Buchung ist die manuell erfasste Originalbuchung; die weiteren 11 Buchungen werden automatisch erzeugt. Insgesamt ergeben sich 12 Buchungen.
- Bei einem Auswertungszeitraum von zehn Jahren werden ab Februar weitere Buchungen erzeugt. Die erste Buchung ist die Originalbuchung; die weiteren 119 Buchungen werden automatisch erzeugt – 11 im ersten Jahr und jeweils 12 in den folgenden 9 Jahren. Insgesamt ergeben sich 120 Buchungen.
- Beginnt die Budgetbuchung im Januar und wird sie monatlich wiederholt:
- Damit das Programm die Finanzplanung für die Folgejahre automatisch berechnet:
- Geben Sie für wiederkehrende Buchungen den entsprechenden Wiederholungscode ein.
- Verwenden Sie für Buchungen, die nur einmal jährlich erfolgen, z.B. Abschreibungen am Jahresende, den Wiederholungscode Y. Dadurch werden die Abschreibungen auch für die Folgejahre berechnet.
- Lassen Sie den Wiederholungscode nur dann leer, wenn die Buchung im Folgejahr nicht mehr vorgesehen ist.
Spalte Total der Tabelle Budget
Die Spalte Total wird automatisch berechnet. Sie zeigt die Summe des Betrags der aktuellen Zeile und der dazugehörigen Wiederholungen innerhalb des Buchhaltungszeitraums.
Liegt das Datum einer Budgetbuchung vor oder nach dem Buchhaltungszeitraum, bleibt die Spalte Total leer.
Finanzplanung mit genauen Datumsangaben und monatlicher Logik
In der Tabelle Budget erfassen Sie die Budgetbuchungen mit dem Datum, an dem der jeweilige Geschäftsvorgang voraussichtlich stattfindet.
Es ist nicht immer möglich, sämtliche Einnahmen und Ausgaben tagesgenau zu planen. In solchen Fällen ist es sinnvoll, mit Näherungswerten auf monatlicher Basis zu arbeiten. Dabei sollte eine einheitliche Logik angewendet werden, damit auch für kurze Zeiträume eine zuverlässige Liquiditätsplanung erstellt werden kann:
- Einmalige Geschäftsvorgänge wie Kapitaleinlagen oder Investitionen werden mit dem Datum erfasst, an dem sie voraussichtlich stattfinden.
Ist das genaue Datum nicht bekannt, kann der 15. des betreffenden Monats verwendet werden. - Wiederkehrende Ausgaben mit einem festgelegten Zahlungsdatum werden mit dem voraussichtlichen Zahlungsdatum und dem entsprechenden Wiederholungscode erfasst:
- Bankspesen, Zinsen und Abschreibungen werden am Ende des jeweiligen Monats, Quartals oder Jahres erfasst.
- Mietzahlungen werden am Fälligkeitstag oder am voraussichtlichen Zahlungsdatum erfasst.
- Für Löhne und Sozialabgaben gilt:
- Monatliche Lohnzahlungen werden mit dem Datum erfasst, an dem die Löhne ausbezahlt werden.
- 13. Monatslöhne, Boni und weitere Vergütungen werden mit dem voraussichtlichen Zahlungsdatum erfasst.
- Akontozahlungen und Schlussabrechnungen der Sozialabgaben werden mit dem voraussichtlichen Zahlungsdatum erfasst.
- MWST-Zahlungen und -Ausgleichszahlungen werden mit dem üblichen Fälligkeitsdatum erfasst.
- Planung der Erträge
Die Planung hängt von der Art der Geschäftstätigkeit ab. Ist der genaue Tag nicht bekannt, aber der entsprechende Monat, kann der 15. des Monats verwendet werden.- Einmalige Einnahmen – Erfassen Sie diese am voraussichtlichen Datum des Zahlungseingangs oder in der Monatsmitte.
- Wiederkehrende Einnahmen – Erfassen Sie diese am voraussichtlichen Datum des Zahlungseingangs oder in der Monatsmitte.
- Monatliche Ertragsplanung – In vielen Fällen eignet sich eine monatliche Planung. Die Erträge können jeweils am 15. des Monats erfasst werden.
- Bei wiederkehrenden Einnahmen kann der Ertrag mit einem monatlichen Wiederholungscode erfasst werden. Mithilfe von Formeln können auch zukünftige Steigerungen eingeplant werden.
- Bei saisonabhängigen Verkäufen ist es sinnvoll, für jeden Monat eine separate Budgetbuchung zu erfassen.
- Planung von Projekten oder grösseren Aufträgen – Wenn ein Zahlungsplan mit den vorgesehenen Zahlungseingängen vorliegt, erfassen Sie für jeden erwarteten Zahlungseingang eine separate Budgetbuchung. Falls erforderlich, kann als Näherungsdatum der 15. des Monats verwendet werden.
- Planung nach Kunden – Für Beratungs- oder Treuhandunternehmen, die sowohl mit Akontozahlungen als auch mit Projekten arbeiten, kann eine detaillierte Planung der Einnahmen für jeden Kunden mit den voraussichtlichen Zahlungsdaten sehr hilfreich sein. Anhand dieser Planung lässt sich später auch überprüfen, ob der Kunde die Zahlung tatsächlich geleistet hat.
- Variable Kosten
- Bei Kosten, die in einem konstanten Verhältnis zum Umsatz stehen, beispielsweise für den Warenverbrauch eines Restaurants, werden die Kosten mit demselben Datum wie der Umsatz erfasst. Mithilfe einer Formel kann der Betrag als Prozentsatz des Umsatzes berechnet werden.
- Die Kosten können auch von anderen Faktoren abhängen, beispielsweise von der Anzahl der Mitarbeitenden, den gemieteten Räumlichkeiten oder anderen Bezugsgrössen.
Finanzplanung nach dem Kassenprinzip
Für kleine Unternehmen und Geschäftstätigkeiten mit unmittelbaren Zahlungseingängen und -ausgängen, zum Beispiel Geschäfte oder Restaurants, ist eine Finanzplanung nach dem Kassenprinzip sinnvoll. Dabei werden Erträge mit dem Datum des erwarteten Zahlungseingangs und Kosten mit dem Datum der voraussichtlichen Zahlung erfasst.
Bei grösseren Geschäftsvorgängen, beispielsweise beim Kauf einer Maschine mit Ratenzahlung, müssen detaillierte Budgetbuchungen erfasst werden:
- Kauf der Maschine: Buchung auf dem entsprechenden Aktivkonto und dem Kreditorenkonto mit dem Kaufdatum.
- Bezahlung der Maschine: Buchung mit dem Datum der vorgesehenen Zahlung beziehungsweise mit den Daten der einzelnen Raten.
Finanzplanung nach dem Kompetenzprinzip
Beim Kompetenzprinzip (Periodenabgrenzungsprinzip) werden der Zeitpunkt des Geschäftsvorgangs und der Zeitpunkt der Zahlung separat berücksichtigt.
- Barzahlungen
Diese werden wie üblich erfasst. - Kurzfristig erwartete Zahlungen
Bei Geschäftsvorgängen, deren Zahlung innerhalb eines Monats erwartet wird, kann der Einfachheit halber das Kassenprinzip angewendet werden. - Aufgeschobene Zahlungen
Wenn die genauen Zahlungstermine nicht bekannt sind, kann jeweils der 15. des Monats verwendet werden.- Bei genau festgelegten Zahlungsfristen:
- Erfassen Sie den Kauf mit dem Kaufdatum und dem Kreditorenkonto als Gegenkonto.
- Erfassen Sie die Zahlungen mit den jeweils vorgesehenen Zahlungsdaten.
- Bei genau festgelegten Zahlungsfristen:
- Aufgeschobene Zahlungseingänge
- Bei genau festgelegten Zahlungsfristen, beispielsweise im Rahmen eines Projekts:
- Erfassen Sie die Fakturierung mit dem Rechnungsdatum und dem Debitorenkonto als Gegenkonto.
- Erfassen Sie die Zahlungseingänge mit den jeweils vorgesehenen Daten.
- Bei verzögerten Zahlungseingängen
Dies ist beispielsweise der Fall, wenn ein Teil der Erträge kurzfristig und ein bestimmter Prozentsatz erst später eingeht. Gehen Sie wie folgt vor:- Erfassen Sie den Ertrag zunächst als unmittelbaren Zahlungseingang.
- Erfassen Sie mit demselben Datum eine Budgetbuchung, mit der ein Teil des Zahlungseingangs auf das Debitorenkonto übertragen wird.
- Erfassen Sie den späteren Zahlungseingang mit dem voraussichtlichen Datum und dem Debitorenkonto als Gegenkonto.
- Bei genau festgelegten Zahlungsfristen, beispielsweise im Rahmen eines Projekts:
- Variablen für aufgeschobene Zahlungen und Zahlungseingänge verwenden (siehe Beispiel zur Verwendung von Variablen)
Wenn derselbe Betrag bei der späteren Zahlung erneut verwendet werden soll, sind die Formelspalten und Variablen besonders hilfreich:- Weisen Sie den Betrag in der Budgetbuchung für die Fakturierung einer Variablen zu.
- Verwenden Sie diese Variable in der Budgetbuchung für die Zahlung, damit der Betrag automatisch übernommen wird.
- Variablen können auch verwendet werden, um beispielsweise den Prozentsatz des später zu zahlenden Betrags festzulegen.
Beispiele für Buchungen in der Finanzplanung
Die Planbuchungen werden in der Tabelle Budget erfasst. Dabei geben Sie Datum, Beschreibung, Betrag sowie Soll- und Habenkonto nach derselben Logik wie bei normalen Buchungen ein.
Für wiederkehrende Buchungen können Sie die Spalte Wiederholen verwenden. Dadurch müssen Sie diese nicht jedes Mal manuell erfassen.
Die Beispiele auf dieser Seite stammen aus der folgenden Vorlage, die weitere Erläuterungen enthält:
Weitere Informationen zur Verwendung von Datumsangaben und Wiederholungen finden Sie auf der Seite Datum und Wiederholungen.
Planbuchungen bei der Geschäftsaufnahme
Zu Beginn der Geschäftstätigkeit werden die für die Geschäftsaufnahme geplanten Geschäftsvorfälle erfasst.
Diese werden in der Tabelle Budget wie normale Buchungen eingegeben.
Im Beispiel handelt es sich um einmalige Geschäftsvorfälle bei der Geschäftsaufnahme. Daher wird kein Wiederholungscode festgelegt.

Monatliche Buchungen: Miete und Bankspesen
Für Geschäftsvorfälle, die sich jeden Monat wiederholen, können Sie den monatlichen Wiederholungscode M verwenden.
Im Beispiel betreffen die ersten beiden Planbuchungen die Miete:
- Von Februar bis Juni beträgt die Miete 1'000 pro Monat.
- Ab Juli erhöht sie sich auf 1'200 pro Monat.
Die Änderung des Betrags wird mit zwei getrennten Planbuchungen sowie den entsprechenden Datumsangaben und Wiederholungscodes erfasst.
Im Beispiel ist auch die vorgesehene Zahlung für die Übernahme des Leasingobjekts enthalten. Da das entsprechende Datum nach dem Buchhaltungszeitraum liegt, wird für diese Zeile in der Spalte Total kein Betrag ausgewiesen.
Für die Bankspesen wird der Wiederholungscode ME (Monatsende) verwendet. Dadurch wird die Planbuchung dem letzten Tag des jeweiligen Monats zugeordnet, beispielsweise dem 31. März oder dem 30. April.

Buchungen am Quartalsende
Einige Geschäftsvorfälle können für das Ende eines jeden Quartals geplant werden.
Im Beispiel wird der Wiederholungscode 3ME verwendet. Damit wird die Planbuchung alle drei Monate am Monatsende wiederholt.

Buchungen am Jahresende
Einige Geschäftsvorfälle fallen einmal jährlich an.
Im Beispiel wird der jährliche Wiederholungscode Y verwendet. Dadurch werden die Planbuchungen auch in der Finanzplanung der Folgejahre berücksichtigt.

Planung der Erträge und Wareneinkäufe
Die Planung der Erträge und Wareneinkäufe hängt von den Besonderheiten der Geschäftstätigkeit ab.
Im Beispiel werden die Erträge und Wareneinkäufe Monat für Monat mit einem separaten Betrag für jeden Monat geplant.
Ab März wird der jährliche Wiederholungscode Y verwendet, damit die Planbuchungen auch in den Folgejahren wiederholt werden.
So lässt sich eine nach Monaten differenzierte Planung beibehalten und gleichzeitig in den Folgejahren fortführen.

Einkäufe und Verkäufe im Folgejahr
Im ersten Jahr der Geschäftstätigkeit gelten die Monate Januar und Februar nicht als repräsentativ für die Folgejahre. Daher wird für die entsprechenden Planbuchungen kein jährlicher Wiederholungscode festgelegt.
Für Januar und Februar des zweiten Jahres werden deshalb neue Planbuchungen erfasst.
Diesen Planbuchungen wird der jährliche Wiederholungscode Y zugewiesen, damit sie auch in der Finanzplanung der Folgejahre berücksichtigt werden.

Finanzplanung mit Anzahl und Einheitspreisen
Die Spalten Anzahl, Einheit und Preis/Einheit in der Tabelle Budget ermöglichen eine schnellere und präzisere Berechnung der Budgetwerte.
Der Wert in der Spalte Betrag wird vom Programm automatisch berechnet, indem Anzahl mit Preis/Einheit multipliziert wird, vorausgesetzt, die Spalte Formel ist leer.
Die Spalten Anzahl, Einheit und Preis/Einheit sind in der Ansicht Formel sichtbar.
Vorteile bei der Verwendung der Spalten Anzahl, Einheit und Preis/Einheit
Mit den Spalten Anzahl, Einheit und Preis/Einheit können Sie die Finanzplanung auf Grundlage von Mengen und Preisen erstellen. Zum Beispiel:
- In der Spalte Einheit geben Sie an, worauf sich der Preis bezieht.
- In der Spalte Anzahl erfassen Sie die Anzahl der täglich servierten Teller.
- In der Spalte Preis/Einheit geben Sie den erwarteten Ertrag pro Teller an.
Das Programm berechnet den Wert in der Spalte Betrag automatisch anhand der eingegebenen Daten.
Dieses Vorgehen bietet mehrere Vorteile:
- Die einzelnen Elemente der Finanzplanung können präzise und detailliert dargestellt werden.
- Sie erhalten einen klaren Überblick über die Mengen und Preise, die der Finanzplanung zugrunde liegen.
- Die Finanzplanung lässt sich einfach anpassen, indem Sie nur den gewünschten Wert ändern.
- Sie können sofort erkennen, wie sich Änderungen der verkauften Mengen oder Preise auf den Gewinn auswirken (Break-even-Analyse).
Formeln in der Budget-Tabelle
Das Einfügen von JavaScript-Formeln in der Tabelle Budget von Banana Buchhaltung Plus eröffnet zahlreiche Möglichkeiten.
Die Eingabe von Formeln ist ausschliesslich mit dem Advanced-Plan von Banana Buchhaltung Plus möglich. Entdecken Sie alle Vorteile des Advanced-Plans.
Spalte Formel
Die Spalte Formel ermöglicht die Eingabe von Berechnungsformeln. Damit können die Beträge der Finanzplanung auf Grundlage anderer Werte derselben Planung automatisch berechnet werden (siehe Beispiele für Formeln).
Mit Formeln können Sie beispielsweise:
- den Warenwert als Prozentsatz des Umsatzes berechnen;
- den geplanten Umsatz entsprechend einem prozentualen Wachstum erhöhen;
- am Jahresende die Abschreibungen auf Grundlage des Wertes der getätigten Investitionen berechnen;
- vierteljährlich die Zinsen für das Bankkonto anhand der tatsächlichen Nutzung (Tage/365) berechnen;
- monatlich die Gewinnsteuer auf Grundlage des berechneten Gewinns ermitteln.
Wenn Sie in der Spalte Formel einen Wert eingeben, berechnet das Programm den Wert in der Spalte Betrag automatisch anhand der Formel.
Wie in der Dokumentation zur Tabelle Budget erläutert, können JavaScript-Formeln auch in folgenden Spalten verwendet werden:
- Formelanfang
- Beschreibung, für wiederkehrende Buchungen
Datei mit Beispielen
Weitere Informationen und praktische Beispiele zur Verwendung von Formeln finden Sie auf den folgenden Seiten:
- Vorlage mit Buchungen - Verwendung der Spalten Anzahl und Formel
- Vorlage mit Buchungen - Buchhaltung mit Fremdwährungen und Verwendung der Spalte Formel für die Basiswährung
- Beispiele für die Verwendung von Formeln in der Finanzplanung

Berechnungsformeln in JavaScript
- Die Formel muss in der Programmiersprache JavaScript geschrieben werden (nicht zu verwechseln mit der Sprache Java).
- Wenn eine Formel (oder ein Text) vorhanden ist, wird der Wert in der Spalte Betrag anhand des Ergebnisses der Formel berechnet.
- Sie können alle Funktionen der Programmiersprache JavaScript sowie die Funktionen der API-Schnittstelle von Banana verwenden.
Dezimaltrennzeichen
JavaScript verwendet als Dezimaltrennzeichen ausschliesslich den Punkt ".".
Wenn Sie ein anderes Dezimaltrennzeichen verwenden, z.B. das im lokalen Zahlenformat verwendete Komma, wird die Zahl möglicherweise nicht korrekt interpretiert oder abgeschnitten.
Betrag = Ergebnis der letzten Anweisung
In JavaScript wird der Strichpunkt ";" verwendet, um mehrere Anweisungen voneinander zu trennen.
Enthält die JavaScript-Formel mehrere durch ";" getrennte Anweisungen, entspricht der Wert in der Spalte Betrag dem Ergebnis der zuletzt ausgeführten Anweisung.
- 10*3 //gibt 30 zurück.
- Werden mehrere Ausdrücke nacheinander ausgeführt und durch einen Strichpunkt ";" getrennt, wird das Ergebnis des letzten Ausdrucks verwendet:
10*3;7; /-gibt 7 zurück. - Wird Return verwendet, wird der nach Return angegebene Wert zurückgegeben:
return 10; // gibt 10 zurück.
Variablen
JavaScript-Variablen gehören zu den leistungsfähigsten Elementen der Programmierung, da sie es ermöglichen, Werte unter einem Namen zu speichern und später wieder abzurufen.
Variablen gibt es in Excel-Formeln nicht. Sie sind jedoch mit benannten Zellen vergleichbar, mit dem Unterschied, dass der Name frei vergeben werden kann.

Eine Variable wird mit einem Namen und dem Gleichheitszeichen (=) definiert.
Variablen können direkt in den Zeilen definiert und verwendet werden. Wenn Sie den Variablennamen in einer Formel verwenden, wird der gespeicherte Wert übernommen.
Im folgenden Beispiel wird die Variable Price mit dem Wert 10 definiert.
var price = 10;
oder einfach
price = 10;
Hier erstellen wir die Variable Total mit dem Wert Price multipliziert mit 5.
total = price * 5;
Der Variablen kann ein neuer Wert zugewiesen werden.
price = 20;
Objekte
JavaScript-Objekte ermöglichen es, mehrere Werte in einer Variablen zu speichern. Jeder Wert wird dabei einer Eigenschaft zugeordnet.
Im folgenden Beispiel wird das Objekt Prices mithilfe der geschweiften Klammern {} erstellt. Auf die einzelnen Werte kann über eckige Klammern [] oder über den Namen der Eigenschaft nach dem Objektnamen zugegriffen werden.
prices = {}
prices['car'] = 10;
prices.car = 10;
prices['computer'] = 20;
prices.computer = 20;
Arrays
Arrays in JavaScript ermöglichen es, mehrere Werte in einer Variablen zu speichern und über die Position darauf zuzugreifen.
Arrays werden mit eckigen Klammern [] erstellt. Auf die einzelnen Werte wird über ihren Index zugegriffen. Das erste Element eines Arrays hat den Index 0.
costs = [1,2,3]; costs[0]=3; result = prices['car'] - costs[0];
Wiederholungen und Variablen
Weitere Informationen zur Berechnungsreihenfolge finden Sie unter Planungslogik.
- Alle Zeilen, einschliesslich der durch Wiederholungen erzeugten Zeilen, werden nach Datum sortiert. Haben mehrere Zeilen dasselbe Datum, entspricht ihre Reihenfolge derjenigen in der Tabelle.
- Nach dem Sortieren werden alle Zeilen und Formeln neu berechnet.
- In den Formeln haben Sie daher nur Zugriff auf die Budgetdaten bis zum jeweiligen Datum.
- Eine Variable muss in einer Zeile mit einem Datum definiert werden, das vor dem Datum der Zeile liegt, in der die Variable verwendet wird.
- Wenn ein Budgeteintrag wiederholt wird, wird die Variable bei jeder Wiederholung neu zugewiesen:
sum = 10; - Wenn Sie stattdessen eine fortlaufende Gesamtsumme berechnen möchten:
- Erstellen Sie zunächst in einer vorhergehenden Zeile die Variable mit dem Wert Null:
sum = 0; - Addieren Sie in der wiederholten Zeile den neuen Wert zum bisherigen Wert der Variablen:
sum = sum + 10;
oder verwenden Sie den Operator "+=":
sum += 10
- Erstellen Sie zunächst in einer vorhergehenden Zeile die Variable mit dem Wert Null:
Automatische Variablen
- budgetCurrent
Ein Objekt, das die Tabelle mit den Budgetzeilen nach dem Erzeugen der Wiederholungen enthält.
Es wird verwendet, um zusammen mit JRepeatNumber auf die Werte der einzelnen Wiederholungen zuzugreifen. - DEBUG
Eine Variable, die den Wert "true" (wahr) oder "false" (falsch) haben kann. Hat sie den Wert "true", werden die Ergebnisse aller Formeln in den Meldungen angezeigt. - row
Ein JavaScript-Objekt, das sich auf die aktuelle Zeile bezieht.- Die Zellwerte können mit der Funktion value ("columnNameXml") abgerufen werden.
row.value ("date") gibt das Datum der Buchung zurück. - row.value ("JRepeatNumber") gibt die fortlaufende Nummer der Wiederholung zurück.
Die erste Wiederholung hat den Wert 0.
- Die Zellwerte können mit der Funktion value ("columnNameXml") abgerufen werden.
Budgetfunktionen
Zusätzlich zu den in der API der Klasse Buchhaltung definierten Budget-APIs stehen weitere spezifische Funktionen zur Verfügung.
budgetGetPeriod(tDate, period)
Bei wiederkehrenden Budgeteinträgen empfiehlt es sich, einen Berechnungszeitraum anstelle eines bestimmten Datums zu verwenden.
- Parameter tDate
Das Datum, auf das sich die Berechnung des Zeitraums bezieht. In der Regel handelt es sich um das Datum der Buchung. - Parameter period
Ein Kürzel zur Angabe des gewünschten Zeitraums:- Aktueller Zeitraum:
- "MC" aktueller Monat
- "QC" aktuelles Quartal
- "YC" aktuelles Jahr
- Vorheriger Zeitraum:
- "MP" vorheriger Monat
- "QP" vorheriges Quartal
- "YP" vorheriges Jahr
- Ab Version 9.1 können Sie auch die folgenden Kürzel verwenden:
- "DC" aktueller Tag
- "DP" vorheriger Tag
- "WC" aktuelle Woche
- "WP" vorherige Woche
- "BC" aktueller Zweimonatszeitraum (2 Monate)
- "BP" vorheriger Zweimonatszeitraum
- "SC" aktuelles Halbjahr
- "SP" vorheriges Halbjahr
- Aktueller Zeitraum:
- Rückgabewert
Ein Objekt, das zwei Datumswerte enthält:- startDate (Anfangsdatum des Zeitraums)
- endDate (Enddatum des Zeitraums)
// example
t = BudgetGetPeriod ('2015-01-01', 'MP'); Rückgabewerte
t.startDate // 2014-12-01
t.endDate // 2014-12-31Spezifische Budgetfunktionen
Die folgenden Funktionen entsprechen denjenigen von Banana.document, können jedoch ohne das Präfix Banana.document verwendet werden.
Beachten Sie Folgendes:
- Anstelle des Parameters startDate kann eines der unter budgetGetPeriode erläuterten Periodenkürzel verwendet werden, z.B. "MC" oder "MP".
- Wird anstelle eines Datums ein Periodenkürzel angegeben, dient das Datum der aktuellen Buchungszeile als Bezugsdatum.
- Die Angabe eines Enddatums ist nur sinnvoll, wenn dieses vor dem Datum der aktuellen Zeile liegt. Ist es gleich oder später, hat es keine Wirkung, da die Werte nach der aktuellen Zeile noch nicht verarbeitet wurden und deshalb nicht verfügbar sind.
- Hat die aktuelle Buchungszeile beispielsweise das Datum 15. April:
- budgetBalance("1000","MP") gibt den Saldo des Kontos 1000 am Ende des Monats März zurück.
- budgetBalance("1000","MC") gibt den Saldo des Kontos 1000 bis zur aktuellen Zeile zurück. Das Ergebnis entspricht budgetBalance("1000").
- budgetTotal("1000","QP") gibt die Gesamtsumme der Bewegungen des vorherigen Quartals zurück.
- budgetTotal("1000","QC") gibt die Gesamtsumme der Bewegungen des aktuellen Quartals bis zur aktuellen Zeile zurück.
budgetBalance(account, startDate, endDate, extraParam)
Gibt den Saldo bis zur aktuellen Zeile zurück.
//Gibt den Saldo des Kontos 1000 am Ende des Vormonats zurück.
budgetBalance('1000', 'MP');
//Gibt den Saldo der Gruppe E6 für den Zeitraum vom 01.01.2026 bis 31.01.2026 zurück.
credit(budgetBalance('Gr=E6','2026-01-01','2026-01-31'))
- Wenn budgetBalance einen negativen Betrag zurückgibt, erzeugt das Programm eine Fehlermeldung, da in der Spalte Betrag der Budgettabelle keine negativen Werte eingegeben werden können.
- Ist der Saldo des Kontos im Voraus nicht bekannt, kann es hilfreich sein, zwei Buchungen mit den Funktionen debit() und credit() zu erfassen.
- Abhängig davon, ob ein Soll- oder Habensaldo vorliegt, weist nur eine der beiden Buchungen den korrekten Betrag auf, während die andere den Betrag 0 enthält.
- In den beiden Buchungen müssen die Soll- und Habenkonten vertauscht werden. Beispiel: In der ersten Buchung wird 2210 im Soll und 1000 im Haben erfasst; in der zweiten Buchung 1000 im Soll und 2210 im Haben.
//Gibt den Saldo des Kontos 1000 am Buchungstag zurück; bei einem negativen Saldo 0.
debit(budgetBalance('1000'));
//Gibt den Saldo des Kontos 1000 am Buchungstag zurück; bei einem positiven Saldo 0. credit(budgetBalance('1000'))
budgetOpening(account, startDate, endDate, extraParam)
Gibt den Saldo zu Beginn des Zeitraums zurück.
budgetTotal(account, startDate, endDate, extraParam)
Gibt die Differenz zwischen den Soll- und Habenbewegungen des Zeitraums zurück.
budgetTotal('1000', 'MC'); //Gibt die Summe der Bewegungen des Kontos 1000 für den aktuellen Monat zurück.budgetInterest(account, interest, startDate, endDate, extraParam)
Berechnet die Zinsen für ein Konto im angegebenen Zeitraum, höchstens jedoch bis zum Datum der aktuellen Buchungszeile.
Werden die Zinsen am Ende einer Periode berechnet, muss die Zeile mit der Formel die letzte Buchungszeile dieses Datums sein.
- Parameter account:
Die Nummer des Kontos, für dessen Bewegungen die Zinsen berechnet werden. - Parameter interest:
Der Zinssatz in Prozent:- Ein positiver Wert (z.B. 2.5, 4 oder 10) berechnet die Zinsen auf den Sollbewegungen des Kontos.
- Ein negativer Wert (z.B. -2.5, -4 oder -10) berechnet die Zinsen auf den Habenbewegungen des Kontos.
credit(amount)
- Ist der Parameter amount (Betrag) negativ, gibt die Funktion den Betrag als positiven Wert zurück:
credit(-100) // Gibt 100 zurück. - Ist der Parameter amount (Betrag) positiv, gibt die Funktion 0 (Null) zurück:
credit(100) // Gibt 0 zurück.
Diese Funktion ist in Verbindung mit anderen Budgetfunktionen wie budgetBalance nützlich, wenn nur Habensalden berücksichtigt werden sollen.
Auch bei der Berechnung eines Prozentsatzes des Umsatzes (Verkaufserlöse) vereinfacht diese Funktion die Formel.
credit(budgetTotal('1000')); //Gibt den Wert nur zurück, wenn er negativ ist.debit(amount)
- Ist der Parameter amount (Betrag) positiv, gibt die Funktion den Betrag zurück:
debit(100) // Gibt 100 zurück. - Ist der Parameter amount (Betrag) negativ, gibt die Funktion 0 (Null) zurück:
debit(-100) //Gibt 0 zurück.
Diese Funktion ist nützlich, wenn bei Berechnungen nur Sollbeträge und keine Habenbeträge berücksichtigt werden sollen.
Include (einbinden)
- include "file:test.js"
Führt den Inhalt der angegebenen Datei aus. Der Dateiname bezieht sich auf eine Datei, die sich im selben Verzeichnis wie die aktuell verwendete Datei befindet. - include "documents:test.js"
Führt den Inhalt des Textdokuments aus, das sich in der Tabelle Documents (Dokumente) befindet.
Das Dokument muss vom Dateityp "text/javascript sein.
Funktionen für Buchhaltungen mit Fremdwährungen
Diese Funktionen können auch für Buchhaltungen ohne Fremdwährungen verwendet werden. In diesem Fall wird das Konto immer in der Basiswährung geführt.
budgetBalanceCurrency(account, startDate, endDate, extraParam)
Gibt den Saldo in der Kontowährung bis zur aktuellen Zeile zurück.
budgetExchangeDifference(account, [date, exchangeRate])
Diese Formel ruft die Funktion Banana.document.budgetExchangeDifference auf.
budgetOpeningCurrency(account, startDate, endDate, extraParam)
Gibt den Saldo in der Kontowährung zu Beginn der Periode zurück.
budgetTotalCurrency(account, startDate, endDate, extraParam)
Ab Version 9.0.1 sind auch die Funktionen budgetCreditCurrency und budgetDebitCurrency verfügbar.
Benutzerdefinierte Funktionen
Benutzer können mithilfe der JavaScript-Sprache eigene Funktionen definieren und in den Formeln aufrufen.
Funktionen können an folgenden Stellen definiert werden:
- direkt in der Formel;
- in einem Anhang des Codetyps JavaScript, der in einem Dokument mit der Zeilen-ID "_budget.js" enthalten ist;
- in einem Textdokument in der Tabelle Documents (Dokumente), das mit dem Befehl "include" eingebunden wird.
Wichtig: In benutzerdefinierten Funktionen können derzeit keine Funktionen verwendet werden, die auf die aktuellen Buchhaltungsdaten zugreifen (z.B. "currentBalance", ...).
function Steuerberechnen(Gewinn)
{
var Steuersatz = 10;
if (Gewinn > 50000)
Steuersatz = 10;
else if (Gewinn > 100000)
Steuersatz =20;
zurückgeben Gewinn * Steuersatz / 100;
}
Beispiele zur Verwendung von Formeln in der Finanzplanung
Die Möglichkeit, Formeln zu verwenden, steht in Banana Buchhaltung Plus nur im Advanced-Plan zur Verfügung. Wechseln Sie jetzt zum Advanced-Plan!
Nachfolgend finden Sie Beispiele für Formeln zur Automatisierung der Finanzplanung.
Weitere Informationen finden Sie in der entsprechenden Dokumentation:

Parameter
Bei der Erstellung einer Finanzplanung kann es sinnvoll sein, Variablen zu definieren, die später verwendet werden können.
Erstellen Sie dazu einen Parameterabschnitt mit dem Buchungsdatum 1. Januar oder einem anderen Datum, das dem ersten Tag der Finanzplanung entspricht. Die definierten Parametervariablen können anschliessend in den folgenden Zeilen verwendet werden.
// 30% costOfGoodsSold = 0.3 // 5% interestRateDebit = 0.05 // 2% interestRateCredit = 0.02 // 10 % latePaymentPercentage = 0.1
Auf diese Weise sind alle anpassbaren Parameter auf einen Blick ersichtlich. Wird ein Parameter geändert, wird die Finanzplanung automatisch neu berechnet.
Wiederholungen oder monatliche Werte
Mit der Spalte Wiederholen können Sie das gesamte Jahr mit einer einzigen Buchungszeile planen.
Wenn die Geschäftstätigkeit je nach Jahreszeit unterschiedlich ausfällt, empfiehlt es sich, die Prognosen monatlich zu erfassen. Erstellen Sie dazu für jeden Monat eine Zeile mit dem erwarteten Monatsumsatz.
Wenn Sie die Prognosen automatisch über mehrere Jahre fortführen möchten, geben Sie in der Spalte Wiederholen den Wert Y ein. Dadurch wird die Buchungszeile jedes Jahr wiederholt.
Verkaufspreis und -menge
Bei der Erstellung eines Verkaufsplans ist es einfacher, die Werte in den Spalten Anzahl und Preis einzugeben. Ein Restaurant kann beispielsweise die Anzahl der pro Tag, Woche oder Monat servierten Gedecke erfassen. Das Programm berechnet den entsprechenden Betrag automatisch.
Wenn Sie die Anzahl der Gedecke oder den Preis ändern, sehen Sie sofort, wie sich diese Änderungen auf den Cashflow und das Betriebsergebnis auswirken.
Verwendung von Formeln mit Wachstumsvariablen
Beachten Sie bei der Verwendung von Formeln, dass diese in JavaScript-Sprache geschrieben werden:
- Eine Variable muss definiert werden, bevor sie verwendet werden kann. Die Zeile, in der die Variable definiert wird, muss daher ein früheres Datum aufweisen als die Zeile, in der sie verwendet wird.
- In Zahlen können keine Tausendertrennzeichen verwendet werden.
- Als Dezimaltrennzeichen wird immer der Punkt "." verwendet.
- Bei Variablennamen wird zwischen Gross- und Kleinschreibung unterschieden.
Sie können einer Variablen einen Wert zuweisen und ihren Namen frei wählen. Verwenden Sie anschliessend den Variablennamen in den folgenden Zeilen, um den zugewiesenen Wert zu übernehmen.
Wenn Sie den Wert einer Variablen ändern, werden automatisch alle Zeilen neu berechnet, in denen diese Variable verwendet wird.
Zu Beginn können Sie z.B. den erwarteten Umsatz festlegen und den Betrag in den folgenden Monaten mithilfe einer Formel erhöhen.
- Legen Sie eine Variable mit dem Namen "S" für Sales (Umsatz) an, indem Sie in der Spalte Formel Folgendes eingeben:
Sales=1000
In der Spalte Betrag wird der Wert 1000.00 eingetragen. - Verwenden Sie die Variable in den folgenden Zeilen, indem Sie ihren Namen in der Spalte Formel eingeben:
Sales
In der Spalte Betrag wird der Wert 1000.00 eingetragen. - Um den Betrag um 10 % zu erhöhen, multiplizieren Sie ihn mit 1,1:
Sales*1.1
In der Spalte Betrag wird der Wert 1100.00 eingetragen. - Sie können den Wert der Variablen "S" (Sales) um 200 erhöhen:
Sales=Sales+200
In der Spalte Betrag wird der Wert 1200.00 eingetragen. - Wenn Sie die Variable in der nächsten Zeile erneut verwenden, wird der neue Wert übernommen:
Sales
In der Spalte Betrag wird der Wert 1200.00 eingetragen.
Sie können auch Variablen definieren, um den Prozentsatz des Wachstums und den Erhöhungsbetrag festzulegen:
- Percentage=1.1
- Amount=200
- In den Formeln können Sie anschliessend anstelle der Zahlen die entsprechenden Variablennamen verwenden:
- Sales*Percentage
- Sales=Sales+Amount
Variablen und Wiederholungen
Nehmen wir an, Sie erwarten, dass der Umsatz jeden Monat um 5 % steigt.
- Fügen Sie zwei Zeilen mit dem Datum des Jahresbeginns ein, ohne ein Konto anzugeben, und weisen Sie darin den Variablen die entsprechenden Werte zu:
Sales=1000
Increment=5 - Erstellen Sie anschliessend eine Zeile mit einer Wiederholung und geben Sie darin die Konten sowie folgende Formel ein:
Sales=Sales*(1+Increment/100)
Bei jeder Wiederholung der Zeile wird der Wert der Variablen "S" (Sales) um 5 % erhöht. Dadurch erhöht sich auch der Buchungsbetrag.
Wenn Sie den Wachstumsprozentsatz ändern, wird die Finanzplanung automatisch neu berechnet.
Sie können in einer Zeile auch mehrere JavaScript-Anweisungen eingeben. Trennen Sie diese durch einen Strichpunkt ";":
Sales=1000; P=5
Anwendung von Budgetformeln
Mit bestimmten Funktionen können Sie für die Finanzplanung Kontensalden und -bewegungen bis zur aktuell berechneten Zeile abrufen.
Mit der folgenden Formel rufen Sie mithilfe der Funktion budgetTotal den Wert des Umsatzkontos SALES aus dem Vormonat ab:
credit(budgetTotal("SALES", "MP") )
Die Funktion budgetTotal verwendet die Kontonummer und die Periode als Argumente. Für die Periode können Abkürzungen verwendet werden:
- MP steht für den Vormonat
- QP steht für das vorherige Quartal
Erträge werden im Haben gebucht. Daher ist der von der Funktion zurückgegebene Wert negativ und wird in der doppelten Buchhaltung nicht als Betrag akzeptiert.
Aus diesem Grund wird die Funktion credit() verwendet, die den negativen Wert in einen positiven Betrag umwandelt.
Variablen für den monatlichen Umsatz
Der Umsatz kann von Monat zu Monat unterschiedlich ausfallen. In diesem Fall müssen Sie für jeden Monat eine separate Buchungszeile mit dem entsprechenden Variablennamen erfassen.
sales_01 = 1000 cost_01 = sales_01 * costOfGoodsSold sales_01 = 1100
Aufgeschobene Zahlungen
Wenn Sie eine sehr genaue Liquiditätsplanung erstellen möchten, müssen Sie Verkäufe mit sofortiger Zahlung von Verkäufen mit späterer Zahlung unterscheiden.
Eine mögliche Vorgehensweise besteht darin, zunächst alle Verkäufe so zu erfassen, als würden sie sofort bar bezahlt. Als Betrag wird dabei der Wert der jeweiligen Monatsvariablen verwendet.
sales_01 = 1000
Anschliessend wird eine Buchung erfasst, mit der die Verkäufe mit späterer Zahlung umgebucht werden. Der entsprechende Betrag wird mithilfe einer Formel berechnet.
sales_01 * latePaymentPercentage
Im Folgemonat wird dann die Zahlung mit der gleichen Formel verbucht.
Verkaufskosten
Bestimmte Kosten können direkt vom Umsatz abhängen, beispielsweise die Warenkosten. Andere Kosten, wie Löhne oder Sozialversicherungsbeiträge, können auf ähnliche Weise berechnet werden.
Kostenberechnung mit Variablen
Wenn der Umsatz mithilfe von Variablen definiert wird, können auch die Verkaufskosten als Prozentsatz des Umsatzes berechnet werden.
- Definieren Sie die Variable "S" (Sales) für den Umsatz und die Variable "C" (Cost) für den Prozentsatz der Kosten:
Sales=1000
Cost=60 - Berechnen Sie die Kosten mit folgender Formel:
Sales*Cost/100
Dasselbe Verfahren kann auch zur Berechnung der Sozialversicherungsbeiträge verwendet werden.
Die Formel kann bei Bedarf in eine Buchungszeile mit Wiederholung eingefügt werden.
Berechnung der Umsatzkosten mit Budgetfunktionen
Wenn die Kosten im Verhältnis zum Umsatz stehen, können Sie auch eine Budgetformel verwenden:
credit(budgetTotal("SALES", "MC") )*60/100
Das Periodenkürzel "MC" steht für den aktuellen Monat.
Diese Formel gibt den Umsatzwert des aktuellen Monats zurück, wandelt ihn in einen positiven Wert um, multipliziert ihn mit 60 und dividiert ihn durch 100.
Das Datum dieser Buchungszeile muss nach dem Datum der Buchung des Verkaufs liegen.
Die Formel kann in einer Buchungszeile mit Wiederholung verwendet werden. Geben Sie dazu als Datum das Monatsende ein. Die Umsatzkosten werden anschliessend automatisch auf der Grundlage des verbuchten Umsatzes berechnet.
Die Formel kann auch mit Variablen kombiniert werden:
- Legen Sie zu Beginn des Jahres den Prozentsatz der Kosten fest:
Cost=60 - Verwenden Sie anschliessend die Variable "C" (Cost) in der Formel:
credit(budgetTotal("SALES", "MC") )*Cost/100.
Wenn Sie den Prozentsatz der Kosten oder den Wert eines Verkaufs ändern, wird die Finanzplanung automatisch aktualisiert.
Berechnung der Verkaufsprovisionen am Jahresende
Am Ende des Jahres können Sie mit der folgenden Formel eine Provision von 5 % auf den gesamten Nettoumsatz berechnen:
credit(budgetTotal("SALES", "YC") )*5/100
Die Funktion budgetTotal gibt die Bewegungen des Umsatzkontos für die Periode "YC" (aktuelles Jahr) zurück.
Mit der Funktion credit() wird der negative Wert in einen positiven Betrag umgewandelt. Anschliessend wird der Betrag mit 5 multipliziert und durch 100 dividiert.
Wenn Sie eine Finanzplanung für mehrere Jahre erstellen möchten, geben Sie in der Spalte Wiederholen den Wiederholungscode "Y" ein. Dadurch wird dieselbe Formel auch im folgenden Jahr verwendet.
Wie bereits erwähnt, können Sie den Prozentsatz einer Variablen zuweisen, anstatt den Wert 5 direkt in die Formel einzugeben:
- Commission=5
- credit(budgetTotal("SALES", "YC") )*Commission/100
Wenn sich der Prozentsatz von einem Jahr zum nächsten ändert, erfassen Sie eine Buchungszeile mit einem Datum des Folgejahres und weisen der Variablen (Commission) den neuen Wert zu.
Inflation mit Variablen
Bei einer mehrjährigen Finanzplanung können Sie auch die Inflation berücksichtigen.
- Weisen Sie zu Beginn der Finanzplanung dem Ausgangswert für die Preise (Preisbasis) und der Inflation (2 %) jeweils eine Variable zu:
Base=1;Inflation=2 - Multiplizieren Sie die Variable "Sales" mit der Variablen "Base":
Sales=Sales*Base - Erhöhen Sie zu Beginn des nächsten Jahres bei jährlicher Wiederholung die Variable Base (Ausgangswert für die Preise) um den festgelegten Inflationsprozentsatz:
Base=Base+Base*Inflation/100
Berechnung von Abschreibungen
Mithilfe von Formeln können Sie die Berechnung der Abschreibungen automatisieren.
Wenn Sie den Wert der Investitionen in der Finanzplanung ändern, werden die Abschreibungen automatisch neu berechnet. Achten Sie darauf, dass das Datum der Buchungszeile für die Abschreibungsberechnung nach dem Datum der Investitionen liegt. Als Standarddatum wird der 31. Dezember verwendet.
Berechnung der Abschreibung auf dem Buchwert
Um die Abschreibung auf dem Konto EQUIPMENT zu berechnen, erfassen Sie am Ende des Jahres eine Buchungszeile mit den entsprechenden Soll- und Habenkonten für die Abschreibung. Verwenden Sie dabei die folgende Formel:
budgetBalance("EQUIPMENT")*20/100
Die Funktion budgetBalance gibt den Kontosaldo zu diesem Zeitpunkt zurück. Anschliessend wird darauf eine Abschreibung von 20 % berechnet.
Verwenden Sie die Funktion "Debit", falls das Aktivkonto einen Habensaldo aufweisen könnte:
debit(budgetBalance("EQUIPMENT"))*20/100.
Berechnung der Abschreibung auf den Ausgangswert
Um die Abschreibung auf der Grundlage des ursprünglichen Investitionswerts zu berechnen, verwenden Sie eine Variable, in der Sie den Ausgangswert der Investition festlegen:
Equipment=10000
Wird die Investition über fünf Jahre abgeschrieben, geben Sie in der Buchungszeile für die Abschreibung am Jahresende folgende Formel ein:
Equipment=10000/5
Geben Sie in der Spalte Wiederholen den Wiederholungscode "Y" ein. Erfassen Sie ausserdem in der Spalte Enddatum das Datum der letzten Abschreibung, damit die Buchungszeile nicht unbegrenzt wiederholt wird.
Legen Sie für jede Investition eine eigene Variable und eine separate Abschreibungszeile an. Variablennamen können auch Zahlen enthalten:
Equipment1=10000
Equipment2=5000
Zinsberechnung
Mit der Funktion budgetInterest(account, interest, startDate, endDate) können Sie die Zinsen automatisch anhand der tatsächlichen Bewegungen eines Kontos berechnen.
Die Parameter haben folgende Bedeutung:
- Konto (account):
Das Konto, dessen Bewegungen für die Zinsberechnung verwendet werden, beispielsweise ein Bank- oder Darlehenskonto. - Zinssatz (interest):
Der Zinssatz in Prozent. Bei einem positiven Wert werden Sollzinsen und bei einem negativen Wert Habenzinsen berechnet. - Startdatum (startDate):
Das Anfangsdatum der Zinsberechnung. Es kann auch eine verwendet werden. - Enddatum (endDate):
Das Enddatum der Zinsberechnung. Es kann ebenfalls eine Abkürzung verwendet werden. - Ausgegebener Wert:
Die Funktion gibt den nach der Methode 365/365 berechneten Zinsbetrag zurück.
Passivzinsen auf dem Bankkonto
Um einen passiven Zinsaufwand von 5 % zu berechnen, erfassen Sie eine Buchungszeile mit dem Datum des Quartalsendes und dem Wiederholungscode "3ME". Geben Sie folgende Formel ein:
budgetInterest("Bank", -5, "QC")
Der Zinssatz ist negativ, da Passivzinsen berechnet werden. Das Periodenkürzel "QC" steht für das aktuelle Quartal.
Geben Sie in den Spalten Soll und Haben die Konten ein, die üblicherweise für die Verbuchung von Passivzinsen verwendet werden. Wenn die Zinsen direkt dem Bankkonto belastet werden, verwenden Sie dieses Konto in der Buchung. Werden die Zinsen über ein anderes Konto bezahlt, geben Sie stattdessen das entsprechende Konto an.
Der Wiederholungscode "3ME" ist wichtig, damit das Buchungsdatum jeweils auf das Ende des Quartals fällt.
Um die Zinsen für den aktuellen Monat zu berechnen, verwenden Sie das Periodenkürzel "MC":
budgetInterest("Bank", -5, "MC")
Aktivzinsen auf dem Bankkonto
Um Aktivzinsen von 2 % zu berechnen, verwenden Sie einen positiven Zinssatz:
budgetInterest("Bank", 2, "QC")
Zinsen auf Darlehenskonten mit fester Laufzeit
Bei Darlehen mit fester Laufzeit werden die Zinsen zum angegebenen Datum berechnet und erfasst.
- Für jedes Darlehen ein eigenes Konto anlegen
Verwenden Sie die Funktion budgetInterest und geben Sie das genaue Start- und Enddatum an.
Wird das Datum als Text eingegeben, muss das Format "yyyy-mm-dd" verwendet werden, beispielsweise "2022-12-31". - Variablen verwenden
Wie bei der Abschreibung können Sie den Darlehensbetrag einer Variablen zuweisen und die Zinsberechnung mithilfe einer JavaScript-Formel durchführen:- Variable für den Darlehensbetrag definieren:
Loan=1000 - Zinsen von 5 % für 120 Tage berechnen:
Loan*5/100*120/365
- Variable für den Darlehensbetrag definieren:
Berechnung der Gewinnsteuer
Der Gewinn entspricht der Gesamtbewegung der Gruppe Gewinn für die ausgewählte Periode.
Um eine Gewinnsteuer von 10 % zu berechnen, verwenden Sie folgende Formel:
credit(budgetTotal("Sum.in=Result","MC"))*10/100
- Der Parameter "Sum.in=Result" weist die Funktion budgetTotal an, die Bewegungen der Gruppe "Result" anstelle der Bewegungen eines einzelnen Kontos zu berechnen.
- Das Periodenkürzel "MC" steht für den aktuellen Monat.
- Die Funktion budgetTotal gibt bei einem Verlust einen positiven und bei einem Gewinn einen negativen Wert zurück.
- Die Funktion credit berücksichtigt nur negative Werte und wandelt diese in einen positiven Betrag um. Bei einem Verlust beträgt die berechnete Steuer daher null (0).
Aufgeschobene Zahlungen oder Zahlungen mit unterschiedlichen Fälligkeiten
Für aufgeschobene Zahlungen oder Zahlungen mit unterschiedlichen Fälligkeiten stehen Ihnen zwei Möglichkeiten zur Verfügung:
- Weisen Sie den Zahlungsbetrag einer Variablen zu.
Verwenden Sie diese Variable bei der Buchung der Zahlung. - Legen Sie separate Kunden- oder Lieferantenkonten für Forderungen beziehungsweise Verbindlichkeiten mit unterschiedlichen Fälligkeiten an.
Weitere Fallbeispiele
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